29.10.2026
Fallschirmsport & Ausbildung TandemsprungLesedauer: 7 min
Fallschirmsprung Höhe: Aus welcher Höhe springen wir?
Bei der Buchung stehst du vor einer Entscheidung: 4.000 Meter oder 2.500 Meter. Die Fallschirmsprung Höhe klingt nach einem kleinen Detail, und die meisten unterschätzen sie deshalb gewaltig. In Wahrheit entscheidest du nämlich nicht über Meter, sondern über die Sekunden im freien Fall. Hier erfährst du, wie sich die Absprunghöhe auf deinen Sprung auswirkt.
Die kurze Antwort: 4.000 oder 2.500 Meter
Bei uns in Gransee springst du aus 4.000 Metern oder aus 2.500 Metern. Aus 4.000 Metern fällst du 50 bis 60 Sekunden frei, aus 2.500 Metern sind es 15 bis 20 Sekunden. Der Fallschirm öffnet in beiden Fällen auf 1.500 Metern. Rund 97 Prozent unserer Gäste entscheiden sich für die 4.000 Meter.
| 2.500 Meter | 4.000 Meter |
Freier Fall | 15 bis 20 Sekunden | 50 bis 60 Sekunden |
Schirmöffnung | 1.500 Meter | 1.500 Meter |
Schirmfahrt | 4 bis 5 Minuten | 4 bis 5 Minuten |
Wie viele wählen das | etwa 3 Prozent | etwa 97 Prozent |
Vorkenntnisse nötig | keine | keine |
Ob du überhaupt springen darfst, hängt nicht an der Höhe. Alter, Gewicht und Gesundheit klären wir in unserem Artikel zu den Voraussetzungen für den Tandemsprung. Eine Sorge können wir dir hier schon nehmen: Auch dein allererster Sprung darf direkt aus 4.000 Metern gehen. Du brauchst dafür keine Vorerfahrung und keinen Aufbau in Etappen.
Einen Sprung aus einem Flugzeug erlebt man nicht alle Tage. Vielen Gästen fällt es schwer, die Höhe vorher zu begreifen. Zur Einordnung: Ein Verkehrsflugzeug fliegt in etwa der dreifachen Höhe. Die Zugspitze misst knapp 3.000 Meter. Du springst also deutlich über dem höchsten Berg Deutschlands ab. Trotzdem liegt der Boden nah genug: Felder, Straßen und den Sprungplatz kannst du schon vom Flugzeug aus klar erkennen.
Was die 1.500 Meter Unterschied wirklich ausmachen
Der Aufpreis für die größere Höhe schenkt dir keine andere Aussicht, sondern Zeit. Aus 20 Sekunden freiem Fall werden 50-60. Das ist keine Steigerung um die Hälfte, sondern eine Verdreifachung. Wer einmal gesprungen ist, beschreibt genau diesen Teil als das eigentliche Erlebnis. Zudem kosten die Kamera-Pakete, wenn du deinen Sprung als Erinnerung festhalten möchtest, unabhängig von der Absprunghöhe gleich viel. Wer also aus 4.000 Metern springt, bekommt nicht nur mehr als doppelt so viel Freifallzeit und Spaß, sondern zum gleichen Preis auch mehr Bilder und ein längeres Video.
Warum die Fallzeit überproportional wächst
Der Grund liegt in der Öffnungshöhe. Unser Fallschirm geht in beiden Varianten auf 1.500 Metern auf, nicht etwa früher oder später. Aus 2.500 Metern bleiben dir also 1.000 Meter freier Fall, aus 4.000 Metern dagegen 2.500 Meter. Die zusätzlichen 1.500 Meter Absprunghöhe landen damit vollständig im freien Fall.
Dazu kommt ein zweiter Effekt. Die ersten Sekunden nach dem Absprung beschleunigst du erst. Die volle Fallgeschwindigkeit erreichst du nach etwa zehn Sekunden. Bei einem Sprung aus 2.500 Metern ist der freie Fall fast vorbei, sobald du sie erreichst. Aus 4.000 Metern hast du danach noch eine knappe Minute vor dir.
Anders gesagt: Aus 2.500 Metern erlebst du vor allem den Absprung. Aus 4.000 Metern erlebst du den Absprung und danach das unbeschreibliche Gefühl des Fliegens.
Wie sich 60 Sekunden freier Fall anfühlen
Die erste Reaktion überrascht fast alle: Es fühlt sich nicht nach Fallen an. Der Fahrtwind trägt dich, und weil ein fester Bezugspunkt fehlt, entsteht eher der Eindruck von Fliegen. Nach den ersten Sekunden wird aus der großen Aufregung ein Staunen. Zudem benötigt dein Kopf ein paar Sekunden, um überhaupt zu realisieren, was eigentlich genau passiert. Dieser Umschwung braucht Zeit, und aus 2.500 Metern bleibt davon wenig übrig.
Wie lange dauert ein Tandemsprung insgesamt?
Der freie Fall ist mit Sicherheit der rasanteste Teil des Sprungs. Auf 4.000 Meter steigt unsere Supervan in ca. 15 Minuten. Danach folgen 50 bis 60 Sekunden freier Fall und anschließend 4 bis 5 Minuten unter dem geöffneten Schirm. Vom Start des Flugzeugs bis zur Landung mit dem Fallschirm vergehen also rund 15-18 Minuten.
Abschnitt | Dauer |
Steigflug auf 4.000 Meter | 15 Minuten |
Freier Fall | 50 bis 60 Sekunden |
Schirmfahrt ab 1.500 Meter | 4 bis 5 Minuten |
Start bis Landung | rund 20 Minuten |
Für den Tag selbst solltest du deutlich mehr einplanen. Vor dem Sprung steht die Sicherheitseinweisung, und Fallschirmspringen richtet sich nach dem Wetter. Plane den Sprungtag großzügig statt auf die Minute.
Der Steigflug ist übrigens kein Leerlauf. 15 Minuten im Flugzeug reichen, um anzukommen und um deinem Tandempiloten die letzten Fragen zu stellen. Viele erzählen uns hinterher, dass die Anspannung genau in dieser Zeit nachgelassen hat.
Die Schirmfahrt unterschätzen viele. Vier bis fünf Minuten klingen kurz, sind aber der ruhigste Teil des Erlebnisses. Von dort oben siehst du bei klarer Sicht weit über Brandenburg.
Warum wir bei 4.000 Metern aufhören
Wir setzen aus maximal 4.000 Metern ab. Manche Anbieter werben mit 6.000 Metern, und das ist kein Schwindel. Ab etwa dieser Höhe wird die Luft allerdings so dünn und kalt, dass zusätzlicher Aufwand, wie extra Sauerstoff, nötig wird. Außerdem muss jeder, also auch unser Pilot und unsere Tandemmaster, nach so einem Höhenflug erstmal eine Pause machen und es verbraucht sehr viel Kerosin. Aus unserer Sicht steht dieser Aufwand für einen ersten Tandemsprung in keinem guten Verhältnis zum Spaß. Daher bieten fast alle Sprungplätze in Deutschland Tandemsprünge aus maximal 4.000 m an.
Was 6.000 Meter in der Praxis bedeuten
Ein Sprung aus 6.000 Metern verlängert den freien Fall auf etwa 80 bis 90 Sekunden. Der Zugewinn gegenüber 4.000 Metern liegt also bei rund einer halben Minute. Dafür brauchen Flugzeug und Springer eine Sauerstoffversorgung, der Steigflug dauert länger, der Termin hängt stärker vom Wetter ab und die Kosten explodieren.
Die Öffnungshöhe: Warum der Schirm auf 1.500 Metern aufgeht
Die 1.500 Meter sind der Normalfall, keine Notlösung. Auf dieser Höhe hat dein Tandempilot reichlich Puffer, den Landeplatz anzufliegen und Kurven zu drehen.
Für dich ist die Öffnung der bemerkenswerteste Moment des Sprungs. Eben noch rauscht dir der Fahrtwind um die Ohren, dann wird es schlagartig still. Aus dem intensiven freien Fall wird lautloses Schweben, und ab hier hast du Zeit zum Schauen.
Zusätzlich trägt jedes unserer Tandemsysteme einen elektronischen Öffnungsautomat vom Typ Cypres II. Das Gerät löst den Reserveschirm auf einer festgelegten Mindesthöhe aus, wenn der Tandempilot dies noch nicht getan hat. Bei uns kam dieser Fall noch nie vor. Mehr zur Technik dahinter steht in unserem Artikel über die Sicherheit beim Fallschirmspringen.
Höher geht immer: Rekorde zur Einordnung
Der höchste bemannte Absprung der Geschichte fand aus der Stratosphäre statt, in mehr als 38 Kilometern Höhe. Dort oben braucht es einen Druckanzug, und der Sprung war eine Expedition mit jahrelanger Vorbereitung. Mit einem Tandemsprung hat das nichts gemein, außer dass am Ende ein Fallschirm aufgeht. Militärische HALO-Sprünge aus 8.000 Metern und mehr fallen in dieselbe Kategorie.
Eine Minute, die den Unterschied macht
Aus 4.000 Metern fällst du 50 bis 60 Sekunden frei, aus 2.500 Metern nur 15 bis 20. Der Fallschirm öffnet in beiden Fällen auf 1.500 Metern, und die Schirmfahrt dauert immer 4 bis 5 Minuten. Der Aufpreis schenkt dir also etwas Unbezahlbares: eine Minute, die du nie vergessen wirst!
Dein nächster Schritt: Du hast schon einen Gutschein für 2.500 Meter und möchtest doch höher? Wir buchen dir das Upgrade auf 4.000 Meter um. Alles zum Ablauf findest du auf der Seite Tandemsprung bei uns, und was beide Höhen kosten, steht in unserer Kostenübersicht. Bei Fragen zur Wahl der Höhe ruf uns an, montags bis freitags zwischen 10 und 18 Uhr unter 030-245 34 030 oder schreibe und jederzeit eine E-Mail an info@gojump.de
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